Kreative Stadtverwaltung, Ende der Piraterie?

NPD entert Piratenschiff (nicht? Oder doch?)

Die Stadtverwaltung hat sich recht kreativ gezeigt, um zu verhindern, dass Jacky S. die neue Pächterin der Piraterie wird. Warum sie also Pächterin keine gute Idee war kann man ganz leicht herausfinden, einfach mal Google mit dem Suchbegriff „Peniskuchen-Affäre“ füttern. 

Diese Affäre, die Peter Marx seinen Job als Generalsekretär der NPD kostete fand, wie so manch andere Party von bekannten saarländischen NPDlern und anderen Gestalten vom rechten Rand in der von Jacky S. betriebenen Kneipe statt. Nebenbei ließ die Dame massiv rassistische Kommentare auf ihrer Facebook-Seite ab und empfahl eindringlich die NPD zu wählen. Natürlich hat sie ihr Profil inzwischen aufgeräumt, schließlich passen so Sprüche wie „Und nein – Franzose-Araber und so‘n Gedöns hat bei uns keinen Zutritt“ oder „Lass diese Migrantennachkommen erwachsen werden… die haben die ja jetzt erst millionenfach in unser Land gezeugt … kann sich doch jeder vorstellen wie diese Pest uns platt macht“ nicht so ganz zu ihrer „Ich bin doch keine Rassistin“-Verteidigung.

Wie auch immer, nachdem die Stadt erst einmal den Mietvertrag für den Biergarten vor dem Schiff gekündigt hat, entdeckte die Verwaltung jetzt plötzlich, dass das Schiff – wohlgemerkt seit 10 Jahren als Kneipe betrieben – eigentlich eine Baugenehmigung bräuchte, aber keine hätte. Ups.

Der Eigentümer fühlte sich durch ein entsprechendes Schreiben der Stadtverwaltung wohl soweit unter Druck gesetzt, dass er Jacky S. nach eigener Darstellung um eine Auflösung des Pachtvertrags bat und sie einwilligte.

1901254_803154926384559_4488304824449971651_nJetzt freue ich mich zwar, dass diese Frau nicht die neue Pächterin wird (und finde ihr Gejammer auf Facebook ein klein wenig übertrieben, aber es wundert mich nicht), aber wenn die Stadtverwaltung jetzt nicht den Eindruck erwecken will, Gesetze und Vorschriften nach aktueller Stimmungslage zu interpretieren, dann müssten die das mit der Baugenehmigung und dem gekündigten Biergarten natürlich durchziehen. Und dann bestünde eben auch die Gefahr, dass es in Zukunft auch keine neuen Pächter – der nicht für die NPD Wahlkampf macht und sein Facebook-Profil erst von rassistischen Äußerungen befreien muss – haben wird, weil der Kahn verschrottet werden müsste. Das wäre sehr schade…

 

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