Wie die Tour noch zu retten ist

Die Tour de France ist beim SR natürlich ein Thema und nach den neuen Doping-Geständnissen und dem Eindruck, dass im Radsport wohl alle dopen haben einige Kollegen und ich mir Gedanken gemacht, wie man die Tour noch retten könnte.

Alternative 1: weiter machen wie bisher und die ersten zehn werden prophylaktisch wegen Dopings disqualifiziert. Man könnte auch auslosen, wer disqualifiziert wird…

Alternative 2: Doping einfach erlauben und in Zukunft Sonderpreise für Tour-Gewinner vergeben, die im Folgejahr noch in der Lage sind an der Tour teilzunehmen.

Alternative 3: ein Motorrad-Rennen draus machen.

Alternative 4: wer nicht dopt darf mit einem Motorrad mitfahren.

9 Antworten zu “Wie die Tour noch zu retten ist”

  1. Was mich persönlich Überrascht ist die Aufregung um das Geständnis. Seit Jahren wiederholt sich immer wieder das gleiche Spiel, wenn ein Fahrer des Dopings entführt wurde. Alle sind entsetzt und erleichert, den Sünder gefunden zu haben und beteuern dann, dass es sich um einen bedauerlichen Einzelfall handeln würde, der den ganzen Sport in ein falsches Licht rückt.

    War man in der Offentlichkeit wirklich so naiv zu glauben, in einem Manschaftsport könnte einer Einzelner hinter dem Rücken seiner Trainer, Ärzte, Pfeger und Kamaraden still und heimlich irgendwelche Mittelchen schlucken?
    Das ist in meinen Augen zumindest naiv, wenn nicht gar verlogen.

    Sollte der Radsport es ernst meinen, müßten sich bei den nächsten Rennen wesentliche Leistungsunterschiede bemerkbar machen.

  2. Eben, das Ganze ist eine scheinheilige Sache.
    Ich finde: Die sollen einfach so weiter machen, wie bisher. So ist’s bei den anderen Sportarten ja auch. Die Polizei kann sich überlegen, wie sie damit umgeht. Und wer noch zuschauen möchte, kann’s tun. Ich persönlich habe in den letzten Jahren nach und nach die Lust verloren.

  3. Eure Liste gibt nur wieder, wie ratlos man diesem Problem gegenübersteht. M.E. kann der Radsport sich nur retten, wenn er selbst an der Wiederherstellung seiner Glaubwürdigkeit interessiert ist und alle Kreativität einsetzt, um dies zu erreichen.

    Momentan sind Outings à la Dietz kleine Lichtblicke in einem langen dunklen Tunnel. Mir macht der Radsport derzeit auch nicht die richtige Freude. Ich glaube aber immer noch, dass Rettung möglich ist. grin

  4. Ich gebe ja ganz offen zu, dass mich Radsport (überhaupt jeglicher passiver Sport) an sich gar nicht interessiert, ob scheinheilig oder gedopt – wegen mir sollen die sich doch kaputt machen, wenn sie denn glauben, dass es sich für sie lohnt… Besonders gesund lebe ich ja auch nicht, aber mich für den Job gesundheitlich kaputt machen? Das kann sich doch nicht lohnen, egal wie viel Geld im Spiel ist…

  5. aber mich für den Job gesundheitlich kaputt machen?

    So, wie Du das schreibst könnte es von jedem kommen, der arbeitet. Klingt jetzt gar nicht zwingend nur nach Leistungssport. hmmm

  6. Das beziehe ich durchaus auch auf andere Jobs, es muss nicht Leistungssport sein. Es gibt einfach manches, was zu wertvoll ist, um es für Karriere und Geld zu opfern…

  7. Sehe ich auch so – und deshalb habe ich meinen zu 99,999 % sicheren Job gekündigt, ohne noch was neues zu haben – aber mir hat’s langsam echt die Psyche zersägt. Seit die Kündigung im Kasten war, war ich nach über ‘nem Jahr mal wieder in der Lage gut gelaunt zur Arbeit zu gehen und sogar rechtzeitig zu meinen Terminen morgens aufzustehen. smile Sch… nur, daß ich jetzt das Arbeitsamt am Hals hab. Die sollen mich in Ruhe lassen, ich bin NICHT zu doof was neues zu finden. Und deren Geld brauch ich schon gar nicht…

    Zum Thema Spocht: ich hatte Kontakt zu mehreren Leuten, die’s übertrieben haben (also “Leistungssportler” halt) – wer sich dem Sport so hingibt ist Extremist. Da zählt nur noch Leistung, Leistung, Leistung. Und wenn man eben über drei Wochen halt nur noch trockene gekochte Nudeln und rohes Gehacktes frißt, Vitamine aus der Dose seien ja eh gesünder und vollständiger. Muskeln über alles, jedes Gramm Fett eine Todsünde. Wen interessiert der eigene Körper in 10 Jahren, wenn man JETZT eine 10telsekunde rausholen kann? *augenroll*
    Traurig, aber ist so. Extremisten verlieren den (Über-)Blick für’s Wesentliche.

  8. Nö, Job der kaputt macht muss wirklich nicht sein. Und was die rollenden Apotheken angeht… ach sollen die wegen mir doch dopen bis sie platzen…

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