Gelöschte Kommentare im Racheshop

Racheshop: Wer einen Shitstorm sät, der sollte Ahnung von Krisen-PR haben

Wer Wind sät wird Sturm ernten“ – Tja, die Macher vom Racheshop hielten sich nicht lange mit dem Säen von Wind auf, sie haben gleich versucht einen Shitstorm zu säen. Und nachdem sich dieser drehte und ihnen selbst die Exkremente in Form vieler Kommentare ins Gesicht blies… für die Reaktion fällt mir jetzt gerade kein passendes Bild ein. Weiterlesen

Bitte blockier mich!

Das mit der Betreuung der Online-Auftritte von J.B.O. mache ich ja jetzt schon ein paar Jahre und wenn der Herr Dohläh damals im Starclub nicht gesagt hätte, ich solle doch ’ne Fanpage für die Band machen, weil es da nix anständiges im Netz gäbe, dann wäre mir vielleicht der ganze Kram mit Musikbusiness und Musikern erspart geblieben 😉

Meistens macht das auch wirklich Spaß mit J.B.O. und deren Fans, das sind alles wirklich prima Menschen, mit denen man Spaß haben kann – aber so ein oder zwei Vollidioten pro Jahr sind da auch dabei. Ernsthafte Volldeppen, bei denen wahrscheinlich auch Schläge nicht mehr helfen würden. Aber es sind wirklich nicht viele und nur ganz wenige übertreiben es so arg, dass ich sie zum Beispiel auf der Facebook-Seite von J.B.O. temporär blockieren muss. Das sind bisher bei J.B.O. nur vier Menschen gewesen – und immerhin einer, der sich jetzt eine dauerhafte Sperre erbettelt hat.
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Friendfeed rückwärts

Wurde eben wieder daran erinnert, dass es ja friendfeed auch noch gibt. Klang mal nach einer echt praktischen Idee, so eine Sammlung von Feeds, die man praktischnzusammen fassen kann. Aber mir persönlich wäre ja ein umgekehrtes Tool wichtiger. Ein „intelligenter“ Feed- und alles andere Reader, der die ganzen Nachrichten passend zusammen fassen kann. Also zum Beispiel nach Themen anhand von Tags und Suchbegriffen oder nach bestimmten Quellen, die man möglichst flexibel in verschiedene Gruppen aufteilen kann.
Und gerne auch schon mal vorsortieren nach Priorität, die gebildet wird nach ähnlichen Regeln, die Google für seine Suchbegriffe verwendet, die sich an Anzahl der Erwähnungen in den Quellen und einer Gewichtung der Quellen bildet. Diese Quellen kann man automatisch oder manuell nach Art oder individuell gewichten (lassen). Zum Beispiel könnte mir das System dann einen Beitrag zeigen, weil er in X meiner Quellen verlinkt wurde oder einen anderen, weil er von genau einer Quelle mit einer entsprechend hohen Priorität verlinkt wurde. Im Idealfall kann ich die Quellen dann auch noch nach Stichwort gewichten, also zum Beispiel bekommen dann alle Blog-Feeds erstmal eine Priorität von 7, Twitter-Feeds eine Priorität von 1, aber ein bestimmter Twitterer bekommt die Priorität 5 und ein anderer für die Stichworte „Wordpress“ und „WP“ die Priorität 10 (und man könnte auch nach bestimmten Kriterien, wie Anzahl der Follower bei einem Twitterer, die Priorität einer Quelle automatisch erhöhen). So ein bisschen rivva in persönlich, wie die Facebook Hauptmeldungen, nur eben übergreifend über alle Quellen oder Spamassassin, nur dass man hier vor allem auf der Jagd nach „Ham“ wäre. Und wenn das System dann noch erkennt (oder darauf aufmerksam gemacht wird), wenn hinter verschiedenen Quellen am Ende eine steht (also z.B. jemand, dem ich bei Facebook und Twitter folge) und das berücksichtigt…

Mancher dürfte jetzt wegen Datenschutz laut aufschreien, verständlich. So ein System erlaubt natürlich – gerade wenn es als Webservice laufen würde – noch jede Menge Varianten jemanden nach seinen Vorlieben und Gewohnheiten auszuforschen. Aber vor allem würde es erlauben, die ganzen Feeds und andere Datenquellen, mit denen man täglich hantiert automatisch und nach eigenen Vorlieben vorsortieren und gewichten zu lassen.

Geschrieben hatte ich das alles letzte Nacht und heute morgen sehe ich dann, dass ich ganz offensichtlich nicht alleine so was will: Die unerträgliche Lameness des Web 2.0. Kurz: Ja genau:

Was zum Teufel tut diese ganze Web 2.0 Crowd eigentlich den ganzen Tag? Ich meine, außer im St. Oberholz zu sitzen, Bionade zu lutschen und sich von Tisch zu Tisch das Hirn rauszutwittern? Können wir stattdessen mal Kommunikation designen? Also hartes Googledenk auf die Facebook-Kuschelwelt anwenden und was bauen, das nicht nach 1999 stinkt?