Schlagwortre:publica

#rpTEN

So, inzwischen sind ein paar Tage vergangen und ich konnte mir ein paar Gedanken zur #rpTEN machen. So ganz in Ruhe. An sich könnte ich es ja kurz machen: Berlin ist immer noch meine Lieblinggroßstadt, die re:publica ist verdammt groß geworden, das Wetter war wieder besser als das WLAN und langsam verstehe ich, warum manche Menschen echt schon anfangen Termine zu machen, um sich dort auch wirklich zu sehen.
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re:publica 15 und SaarCamp 15

Notiz für das kommende Jahr: Direkt nach der re:publica ein BarCamp zu besuchen kann einen ganz schön schlauchen. Wirklich viel Schlaf gab es die letzte Woche nicht, aber es hat sich gelohnt. Und der Kontrast zwischen der inzwischen riesigen re:publica und dem kleinen, familiären SaarCamp war sehr interessant.  Weiterlesen

Links vom 13. April 2010 bis 9. Mai 2010

Zwischen 13. April 2010 und 9. Mai 2010 bei delicious gespeicherte Links:

Trolle trollen

Und wieder was gelernt: Piratenweib musste auf die trollige Art lernen, dass Trolle gar nichts beweisen, sondern einfach nur trollen. Und bei den Organisatoren der re:publica hat man vielleicht gelernt, dass die Möglichkeit einzelne User individuell andere User blocken zu lassen wohl doch nicht genug „Moderation“ für den Chat zum Livestream ist…

Weil es mir gerade noch auffällt: Ich hoffe doch mal, dass es keine Absicht ist, dass die „block user“-Buttons neben den Usernamen auf den Screenshots von Piratenweib abgeschnitten sind.

Update: Anscheinend gab es die Möglichkeit, einzelne User zu blockieren zum Zeitpunkt der von Piratenweib angesprochenen Trollereien noch nicht. Dann würde mich aber mal interessieren, was die Veranstalter der re:publica geritten hat, sich hier für einen Chat komplett ohne jede Moderationsmöglichkeit zu entscheiden?

re:publica 2010 vs. J.B.O.

Hm, ein paar Tage in Berlin, gemütliches Hotel mit richtigen Betten, viele Menschen, mit denen man sonst vor allem nur in schriftlicher Form kommuniziert und jede Menge Kram rund um dieses Internetz oder doch mit 10-16 anderen Menschen – mit denen man sonst auch fast nur per Chat, Mail und Telefon kommuniziert – in einem Tourbus, in engen Kojen von Stadt zu Stadt fahren und jede Menge Metal… re:publica 2010 oder J.B.O. Tour? Nach den letzten Tagen fällt die Entscheidung leichter: Rock’n’Roll!!

Rock’n’Roll

So, unser Zimmer für die re:publica’09 ist gebucht und bestätigt 🙂 Wundert mich eigentlich, dass das Zimmer noch frei war – ist Bloggen nicht auch irgendwie Rock’n’Roll? Aber das Programm der re:publica könnte echt ein wenig besser auf die Frühstückszeiten unserer Herberge abgestimmt sein.

Zwei Karten für die re:publica’08 …sind weg

Egal wie lange man plant – immer wieder macht einem das Leben einen Strich durch die schönsten Pläne. Aus privaten Gründen, die sich weder ignorieren noch verschieben lassen (und die ich hier nicht weiter ausbreiten werde) werden Andrea und ich nächste Woche nicht nach Berlin fahren können. Unser Pech, vielleicht freut sich ein anderer drüber: unsere beiden Karten sind nun zu haben. Sind zwar auf unsere Namen ausgestellt, aber das ist kein Problem, also wer zuerst kommt… Kostenpunkt: eben genau die 40 Euro pro Karte, die sie uns gekostet haben…

Update: die Tickets sind weg…

Geld sparen

Neulich in der Mittagspause…

Ja, re:publica klingt schon interessant, aber ich habe kein Blog in das ich den Banner für den ermäßigten Eintrittspreis kleben kann.
Musst doch nur eins starten, Dir fällt schon ein Thema ein, mach einfach.
Ich denke es wird was zum Thema ‘Geld sparen mit einem Weblog’…

re:publica’08

So, die Tickets sind geordert (ja, Tickets, Andrea ist dieses Jahr mit dabei). Das Programm ist noch Beta, sind aber schon einige interessante Sachen dabei.

Die Kritische Masse

Das ist also das Thema bei der re:publica’08. Thema ist eh egal – es wird sicher wieder Spass machen. So, jetzt mal Urlaub planen gehen…

PowerBook geklaut

So viel Zeit muss sein: Tim Pritlove wurde bei der re:publica-Aftershow-Party das PowerBook geklaut:

Doch dies wurde bereits im Vorfeld vereitelt: meine Tasche samt PowerBook, iPods, diversen Aufnahmegeräten, Kopfhörer, Kabeln, Adaptern und anderen sowohl persönlich als auch finanziell wertvollen Dingen war offensichtlich aus einem Privatraum geklaut worden. Alles weg. Freitag der dreizehnte. Der Horror kam, als es am schönsten war.

Und hier noch die wichtigsten Daten zum PowerBook:

Ansonsten soll der Rechner zu seiner Stolperfalle werden: Ich fordere hiermit jeden auf, künftig nach folgenden MAC-Adressen zu fahnden: 00:14:51:86:49:D1 (WLAN) und 00:0a:95:f2:0d:38 (Ethernet). Das Gerät ist ein Apple PowerBook G4 1.67 15″ DLSD/HR (Modellnummer M9969LL/A, letzte Generation der PowerBooks). Die Seriennummer des Geräts lautet W8548G5NSX2. Wenn ich schon meine Daten nicht wiederbekomme dann will ich wenigstens das PowerBook irgendwann wieder auf meinem Tisch sehen und damit eine Spur zum Dieb bekommen. Sachdienliche Hinweise an tim at ccc dot de.

Und wer möchte, der kann Tim auch bei einem Neukauf unterstützen.

[re:publica] Fazit

Das habe ich gestern auf der Fahrt geschrieben, aber eben offline. Daher eben erst jetzt, also nicht wundern…

Ich sitze im Zug von Berlin nach Mannheim (und von dort geht es dann weiter nach Saarbrücken) und denke so ein wenig über die letzten Tage nach. Die re:publica und vor allem auch das drumrum.
Wenn ich mir überlege, dass ich nicht hingefahren wäre – nein, dann hätte ich wirklich was verpasst. Ja, der offizielle Teil litt doch deutlich an einem gewissen Mangel an Diskurs, stimmt, aber komplett uninteressant war es nicht. Und selbst bei den Panels mal nichts dabei war konnte man das Wetter geniessen und sich mit anderen Teilnehmern unterhakten. Sehr viele Blogger und Podcaster aber auch Journalisten ohne Weblog und andere Interessierte waren da – aber vor allem: es waren Menschen. Menschen, von denen man teilweise vorher Texte gelesen oder gehört hatte. Aber so lange man nur die Texte liest oder hört kennt man einen Menschen noch lange nicht. Man kennt eben nur eine Seite, die dieser Mensch in seinem Weblog oder Podcast zeigt. Und wir haben schnell festgestellt, dass die männlichen Blogger durchweg eitle Fatzkes sind, die nur alte Fotos in ihr Weblog stellen bei deren Aufnahme sie noch jünger und schöner und 5 – 30kg leichter waren (und nein, da nehme ich mich nicht aus g). Die weiblichen Blogger dagegen neigen dazu gar keine oder nur sehr sehr wenige Fotos zu veröffentlichen, was dann auch zu einiger Verwunderung führte: “Wie? Nicht nur dicke, bärtige Männer? So viele Frauen? Und dann sehen die auch noch gut aus? Wie soll man da bitte arbeiten können?” Das erleichterte das Erkennen der Leute natürlich nicht wirklich.

Korrupt erzählte mir, dass er in einem englischen Weblog über die “verrückten deutschen Blogger” gelesen hatte, die sich tatsächlich real und im echten Leben treffen würden statt so einen Kongress in Second Life zu veranstalten. Auch eine Meinung, aber egal mit wem ich mich unterhalten habe: allen waren der Meinung, dass gerade das reale Treffen der Leute, die man teilweise schon seit Jahren liest ohne sie je getroffen zu haben eben eines der Highlights der re:publica war. Mal abgesehen davon, dass ein vom SL-Avatar getrunkenes virtuelles Bier einfach nicht so richtig wirkt 😉

Einige Male habe ich gelesen, dass die re:publica ja nur eine Kuschelveranstaltung einiger selbsternannter A-Blogger gewesen sei, mit dem Anspruch, eine “Leitkultur” für “die Blogosphäre” zu definieren. Tja, kuschelig war es. Ja, wir hatten uns alle ganz doll lieb und es gab keinen Streit, nicht mal wirklich grundlegende Meinungsverschiedenheiten – und das obwohl nun wirklich einige Anwesende in ihren Blogs absolut nicht dazu neigen, sich zu verbiegen, nur um einen Streit zu vermeiden. Es war aber auch nicht nötig, sich dafür zu verbiegen – es ist einfach was anderes, wenn man real miteinander spricht, sich dabei anschaut, sieht wann der Gegenüber lacht, zwinkert oder grinst. Eben Gestik und Mimik beobachten kann, die durch kleine Bildchen in Texten nur unzureichend simuliert werden können. Und es war so kuschelig, dass ich jede Wette eingehe, dass in den kommenden Tagen einige Blogrolls merklich anwachsen werden oder eben in den letzten Tagen schon gewachsen sind.

Und eine Veranstaltung der “selbsternannten A-Blogger” war es auch nicht. Zum einen, weil keinesfalls nur A-Blogger da waren und vor allem, weil man sich zum A-Blogger nicht selbst ernennt. Entweder hat man entsprechend viele Leser und gilt deswegen als “A-Blogger” oder eben nicht. Und es war auch keinesfalls so, dass “die gewöhnlichen Blogger” nur da waren, um eine erlesene Schar “A-Blogger” anzuhimmeln. Starkult konnte ich nur bei René und seinen Groupies ausmachen 😉 Klar wurden Witze gemacht (“Na da schau an, die Herrn A-Blogger gehen auch in den Mc, wie gewöhnliche Long-Tail-Blogger”) aber es waren eben Witze. Es war egal ob ich mich mit Johnny, Udo oder einem anderen Blogger aus der ersten Reihe unterhalten habe – zu keinem Zeitpunkt hatte ich den Eindruck oder das Gefühl, dass auf andere als “Nur-B-oder-C-Blogger” herabgesehen wurde. Und mir hat auch niemand gesagt, sich so gefühlt zu haben in einem Gespräch. Und wenn jemand das Gefühl gehabt hat, dann wird es ja wahrscheinlich in den nächsten Tagen in den jeweiligen Weblogs zu lesen sein.

Und der größte Bullshit ist ja wohl die Story von der “Leitkultur” für “die Blogosphäre”. Es gibt nun mal nicht “die Blogosphäre”. Es gibt mehrere Sphären oder Netzwerke. Dirk zeigte das mit einem ganz praktischen Beispiel: in seiner Blogosphäre existiert der Schockwellenreiter gar nicht mehr. Er liest ihn selbst nicht und er taucht praktisch auch nicht mehr in den Weblogs auf, die Dirk liest. Aber unbestritten ist: es gibt den Schockwellenreiter (ja, ich habe ihn gesehen, es gibt ihn wirklich) und es gibt andere Netzwerke in denen dann mein Blog nicht auftaucht oder sogar auch Spreeblick nicht erscheint. Natürlich gibt es immer irgendwelche Verknüpfungen zwischen diesen einzelnen Sphären, aber diese sind eben einfach seltener und nicht so “stabil” wie die Verknüpfungen innerhalb einer solchen Sphäre. Und es wurde in Berlin nicht mal versucht eine Leitkultur für eine einzelne Sphäre zu definieren – es sei denn, man definiert “Bloggt doch was ihr wollt, wie ihr wollt und wann ihr wollt!” als “Leitkultur”. Dann wurde sie definiert und ich denke, man kann dieser Aussage kaum ernsthaft widersprechen ohne sich zum Kasper zu machen. Es sei denn natürlich man würde eben gerne selber eigene Regeln für die Blogosphäre festlegen – in dem Fall muss man natürlich widersprechen und den bösen A-Bloggern vorwerfen, sie würden die Blogosphäre kontrollieren und bevormunden wollen.

Übrigens habe ich es auch nicht erlebt, dass sich A-Blogger als Vorbilder oder gar Sprachrohre der Blogosphäre aufgespielt hätten. Keiner stellte sich hin und sagte “wir Blogger sind so und so” oder “wir Blogger müssen das und jenes tun”. Würde ja auch nicht zur oben erwähnten “Leitkultur” passen. Vielleicht stört es einige einfach, dass immer mehr dieses ganze Blogdings eher sehr nüchtern sehen: Weblogs sind Werkzeuge, eine Möglichkeit zu publizieren – keine Religion oder Weltanschauung. Klingt bedeutungslos? Vielleicht – aber auch der Buchdruck war keine Religion und Fernsehen mag für einige sehr wichtig in ihrem Leben sein – eine Weltanschauung ist es nicht. Und trotzdem treffen sich auch Verleger, Fernseh- oder Radiomacher zu Kongressen oder treffen sich auch mal im kleineren Rahmen – so was geht auch ganz ohne die in den Bereichen Tätigen gleich zu einer Glaubensgemeinschaft zu erklären. So vielfältig wie Zeitungen und Zeitschriften sein können, so vielfältig sind eben auch Weblogs. Diese Vielfalt gibt es inhaltlich und auch bei der Art wie man bloggt. Bei aller Bedeutung, die die neuen Möglichkeiten durch das einfache Publizieren im Netz hat – es muss trotzdem jeder für sich entscheiden, was und wie er publizieren möchte. Und wenn manche Leute meinen in Zukunft schwarze Listen mit “Blognutten” führen zu müssen – dann macht halt. Ist Euer gutes Recht. Wer meint, dass Werbung (in Weblogs oder grundsätzlich) böse und schlecht sei, dann soll erhalt im eigenen Weblog auf Werbung verzichten und einen AdBlocker nutzen oder nur noch werbefreie Weblogs lesen. Und wer meint, dass Tagebuch- oder Katzenblogger einfach unbedeutend wären, der soll sie halt nicht lesen. Das ist ein freies Land (noch) und jeder kann Weblogs schreiben und lesen, wie er will. Egal von wem und egal in welchem Bereich – ist es denn wirklich nötig ständig neue Regeln zu schaffen? Haben wir nicht genug Regeln? Alleine schon genug Gesetze, die uns einen Rahmen setzen, wenn wir anfangen zu Publizieren.

Um es kurz zu machen: hätten diejenigen, die die re:publica kritisieren ohne da gewesen zu sein einfach mal ihren Arsch hoch und vor Ort im RL die Fresse aufbekommen, dann hätten sie nicht nur gemerkt, dass vieles, was sie gerade kritisieren gar nicht so statt gefunden hat, wie sie es glauben und es hätte auch deutlich mehr inhaltliche Auseinandersetzung um verschiedene Positionen gegeben. Aber wahrscheinlich hatten sie ja nur Angst auch zu Kuschelbloggern zu werden, immerhin hat sogar korrupt eine gewisse Ansteckungsgefahr bejaht.

Aber mal zum Drumrum: mal mit Miss Sophie, Missi, Björn, korrupt, Princo und René ein bisschen Zeit in Berliner Kneipen und an einer Frittenbude zu verbringen war grandios. Leider hat es mit dem Treffen mit der Angebär.in nicht mehr geklappt, aber das holen wir noch nach (sieh es als Drohung oder Versprechen, ganz wie Du willst). Und auch mit den vielen, vielen anderen in der Kalkscheune oder im bzw. vor dem newthinking Store Gedanken auszutauschen und einige etliche Biere zu trinken war anregend, spannend, interessant und auch spassig. Ja, wir haben gefeiert. Haben wir uns gefeiert? Sicher auch – aber vor allem miteinander. Und Feiern ist gut. Hilft ja niemandem, wenn nicht mehr gefeiert würde und würde auch die Welt kein Stück verbessern, im Gegenteil.

So, das war es jetzt mal – jetzt muss ich noch meine Blogroll erweitern… 🙂

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