Log vom 19.05.2016

Wie gestern geschrieben, ist das hier so ein bisschen Retro-Blogging: Einfach nur ein paar Links, die mir an einem Tag untergekommen sind, mal ausführlicher, mal knapper, mal auch gar nicht kommentiert. Alles eben, was zu wenig für einen eigenen Beitrag, aber zu viel für ein simples Teilen per Netzwerk ist. Damit es halt hier ist und nicht woanders… 🙂  Weiterlesen

Fotos: Google vs. Apple

Die Sache mit den Fotos ist so ein Ding. Über die Jahre haben sich ein paar Fotos auf meinen Festplatten angesammelt und eigentlich hätten wohl so ziemlich alle größeren IT-Unternehmen gerne, dass ich alle meine Fotos bei ihnen in der Cloud sichere. Egal ob Dropbox, Microsoft, Amazon, Google oder Apple – jeder will mich dazu bringen meine Fotos jeweils in deren Cloud zu sichern. Für den größten Teil der Fotos kann man das auch ruhig machen und es ist ja auch bequem, also warum auch nicht. Apple iCloud Fotomediathek zu nutzen liegt für mich als Apple User natürlich nahe, aber auch das Angebot von Google ist nicht verkehrt. Und wirklich praktisch ist ja, dass man auch beide Dienste prima nebeneinander nutzen kann.

Weiterlesen

Ist das Internet kaputt?

Wir wissen, dass Facebook kaputt ist, nicht nur kleinere Bands haben oft Schwierigkeiten im Netz Reichweite zu bekommen, obwohl es doch mal danach aussah, als würde das Internet alles auf den Kopf stellen. Weg mit den Gatekeepern, die zwischen dem stehen, der etwas anzubieten hat und seinen potentiellen Kunden, Fans und Mitstreitern. Aber irgendwie ging die Entwicklung in den letzten Jahren – zumindest in der Masse – in eine andere Richtung. Statt des großen und freien Netzes, in dem jeder ein gleichberechtigter Sender ist, haben sich neue Gatekeeper gebildet. Oder nein, sie haben sich nicht einfach so gebildet, wir haben sie erschaffen. Und es ist natürlich viel einfacher eine große Zahl von Menschen zu überwachen und zu kontrollieren, wenn sie alle ihre Daten an wenigen Knotenpunkt im Netz speichern und austauschen.

Weiterlesen

Facebook ist kaputt

Nicht nur Don Dahlmann hat das gemerkt: Facebook ist kaputt. Zumindest der Newsfeed ist kaputt und damit bringt einem Facebook persönlich immer weniger. Seit einigen Wochen verzichte ich auf meinen persönlichen Facebook-Account. Und es dauerte kaum drei Tage, da habe ich den gar nicht mehr vermisst. Wenn ich mir dann noch anschaue, wie lange viele Leute brauchen bis sie merken, dass es da nur noch diese Seite gibt und kein privates Profil mehr…
Weiterlesen

Lehrmaterial von Firmen

Unter anderem von Google stammt Lehrmaterial für den Schulunterricht zum Thema Medienkompetenz. Ein wichtiges Thema, keine Frage. Und ohne jetzt die konkreten Materialien genauer unter die Lupe genommen zu haben, verstehe ich die Kritik der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die es nicht unbedingt so prickelnd finden, wenn von Dritten mit Eigeninteressen Unterrichtsmaterialien heraus gegeben werden:

„Das Problem ist, dass Lehrmaterial von Dritten und Unternehmen kommt, die wirtschaftliche Interessen verfolgen“, sagt Ulf Rödde, Sprecher der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die aktuellen Unterlagen von Google kenne er zwar noch nicht. Seiner Erfahrung nach ließen Unternehmen aber oft Aspekte aus. „Die Informationen sind im Kern korrekt, kritische Bereiche werden aber häufig ausgeblendet.“ Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) sprach sich bereits im Mai für eine unabhängige und neutrale Vermittlung im Unterricht aus.

Google sieht das natürlich nicht so, klar. Und vielleicht sind die aktuellen Materialien auch wirklich gut und keine versteckte Google-Werbung. Das mögen Profis entscheiden. Aber ganz davon unabhängig müssen wir uns doch tatsächlich fragen, ob es gut ist, dass offenbar die Bundesländer in Deutschland immer weniger Geld für Unterrichtsmaterialien ausgeben, so dass Lehrern kaum noch eine Wahl bleibt als auf die von Unternehmen bereit gestellten Inhalte zurückzugreifen, um wenigstens halbwegs aktuelle Inhalte in der Schule vermitteln zu können. Geht’s noch?

Wie oft betonen Politiker aller Parteien, wie wichtig die Ausbildung unserer Kinder für die Zukunft des Landes ist – und trotzdem wird daran gespart, wird die Ausbildung dadurch mehr oder weniger privatisiert? Ist das tatsächlich so gewollt, dass in Zukunft Dritte mit diversen eigenen Interessen anfangen die Lehrinhalte für Schulen bereit zu stellen? Kann es wirklich gewollt sein, dass Lerninhalte zum Thema Medienkompetenz von einem Unternehmen wie Google heraus gegeben werden? Nein, ich kann mich nicht darüber freuen, dass Privatunternehmen hier eine Lücke füllen, die unser Staat durch das Sparen an der Zukunft lässt. Selbst wenn die aktuellen Materialien wirklich gut und keine verdeckte Google-Werbung sind – was kommt danach? Der Biologie-Unterricht wird demnächst von Monsanto zusammen gestellt? Naja, eine gewisse Tradition hätte so was ja schon, man muss sich nur den Religionsunterricht anschauen.

Die eigene Cloud – Teil 2: ownCloud

Das Projekt „Die eigene Cloud“ macht Fortschritte, leider funktioniert nicht immer alles so rund, wie es sollte, aber wenn es einfach wäre, dann wäre es ja auch leicht.

ownCloud funktioniert soweit, die Installation ist überhaupt kein Problem. Ich musste aber feststellen, dass die Anmeldung per IMAP einen ganz gewaltigen Nachteil hat: ownCloud „kennt“ solche User nicht, d.h. externe Nutzer, die per IMAP angemeldet sind können zwar für sich alles nutzen, aber zum Beispiel keine Adressbücher mit anderen Nutzern teilen. Das ist doof. Für jemanden, der das alleine nutzen will kein Problem, wenn es aber die Familien-Cloud werden soll ein klares KO. In dem Fall muss man also die entsprechenden User in ownCloud anlegen. Wer IMAP nutzen will und sich wundert, warum die IMAP-Authentifizierung nicht so klappt wie in der ownCloud-Doku versprochen, der findet übrigens hier die Lösung für das Problem. Weiterlesen

Tschüss Google, Dropbox, iCloud usw.

Zwischenzeitlich wurde ich jetzt schon einige Male gefragt, wie es denn so mit Alternativen zu diversen Cloud-Diensten aussehen würde, an erster Stelle stehen dabei immer die Frage nach Mail, Datei-, Kontakt- und Kalender-Synchronisation und das am besten noch auf einem eigenen Server und abhörsicher. Um es kurz zu machen: Klar, geht so was, aber ein bisschen Aufwand ist es schon. Aber so eine Frage – wenn sie denn auch regelmäßig wiederholt wird – fordert mich natürlich ein Stück weit heraus 😉 In dem Fall besteht die Herausforderung darin, etwas zusammen zu bauen, was höchstens für die Installation und die Updates ein wenig technisches Wissen braucht, aber ansonsten möglichst auch von Menschen benutzbar ist, die es sonst nicht so mit Technik haben 😉 Und kosten sollte es auch nicht zu viel, klar. Weiterlesen