SchlagwortDatenschutz

Ist das Internet kaputt?

Wir wissen, dass Facebook kaputt ist, nicht nur kleinere Bands haben oft Schwierigkeiten im Netz Reichweite zu bekommen, obwohl es doch mal danach aussah, als würde das Internet alles auf den Kopf stellen. Weg mit den Gatekeepern, die zwischen dem stehen, der etwas anzubieten hat und seinen potentiellen Kunden, Fans und Mitstreitern. Aber irgendwie ging die Entwicklung in den letzten Jahren – zumindest in der Masse – in eine andere Richtung. Statt des großen und freien Netzes, in dem jeder ein gleichberechtigter Sender ist, haben sich neue Gatekeeper gebildet. Oder nein, sie haben sich nicht einfach so gebildet, wir haben sie erschaffen. Und es ist natürlich viel einfacher eine große Zahl von Menschen zu überwachen und zu kontrollieren, wenn sie alle ihre Daten an wenigen Knotenpunkt im Netz speichern und austauschen.

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t3n: Absurde Argumente für Überwachung

Andreas Weck hat für t3n ein paar absurde Pro-Überwachungs-Argumente gesammelt – und auch gleich die richtigen Antworten darauf.

Foto: PM Cheung CC BY 2.0

#GroKo: Stillstand wäre dagegen schon Fortschritt (Crosspost)

Normalerweise schubse ich ja meine Beiträge bei MobileGeeks nicht auch noch hier rein, in diesem Fall will ich mal eine Ausnahme machen, immerhin gibt es ja tatsächlich Menschen, die mir sagten, dass sie hier aber nicht bei MobileGeeks lesen würden…

GroKo

In keinem anderem Koalitionsvertrag soll so oft das Thema Internet & digitale Zukunft vorgekommen sein, wie im aktuellen Vertrag der Großen Koalition. Das ist alles ganz wichtig für die neue Regierung, die Frage ist nur in welche Richtung das nun alles gehen soll. Einige befürchteten Stillstand bei diesen Themen – aber eigentlich wäre Stillstand doch schon ein Fortschritt gegen das, was sich da andeutet. Weiterlesen

Der große Lauschangriff, der keiner ist

Guck mal, die Homeland Security belauscht Samsung-Nutzer“ – so und ähnlich lauteten die Anmerkungen zu einem Link, den ich in den letzten Stunden gleich mehrfach erhalten habe. Laut dem Android Security Blog würden die Apps S-Voice und Vlingo ihre Daten nämlich zu Servern der Homeland Security schicken. Und in dem Beitrag wird nicht nur vermutet, es wird so dargestellt, als wäre es eine Tatsache:

Nein, es schaut nicht nur so aus, es ist so. Die Nutzer der auf den Samsung Android-Smartphones vorinstallierten App S-Voice sowie Nutzer der Original Vlingo App sind ins Visier der US-Amerikanischen Geheimdienste gerückt.

Doof nur: Es ist eben nicht so, zumindest ist das, was dort zusammen getragen wurde eben kein Beweis, dass es so wäre. Sicherlich weiss keiner, wer die Daten von Vlingo bekommt, das könnten natürlich die Homeland Security, die NSA, die GEMA oder Aldi sein, aber die PTR-Records von ein paar IP-Adressen beweisen nun mal leider genau gar nichts. Überhaupt nix. Ein bisschen ausführlicher habe ich das drüben bei MobileGeeks beschrieben. Das muss ich hier jetzt also nicht wiederholen 🙂

Und sobald das zwanghafte Kopfschütteln nachgelassen hat, werde ich dann doch endlich mal ins Bett  fallen…

2 Klicks für Datenschutz und so…

Habe dann mal das PlugIn WP socialshareprivacy hier installiert – als Test, bevor ich dieses oder das PlugIn 2 Click Social Media Buttons auch auf den anderen WordPress-Sites einbaue, die ich so unter der Fuchtel habe. Basieren beide auf der Lösung von Heise, was aber auch sofort sichtbar ist. Über den Sinn und Unsinn des ganzen Winds, der da gerade um Facebook gemacht wird mag ich gar nix sagen, das würde eine längere Geschichte werden und ich habe doch keine Zeit 😉

Aktuelle Nachteile beider Lösungen sind übrigens: Es kann nur auf der Artikel-Seite, aber nicht in Listen „geliket“ werden, die Optik lässt sich nicht ohne weiteres anpassen und zum Beispiel flattr dürfte wegen mir gerne noch mit rein in die Lösung.

Netlog ist böse

Nein, nicht benutzen: Den „FriendFinder“ von Netlog…Im c’t Magazin kann man nachlesen, warum Netlog böse ist. Also sogar noch böser als man es sowieso schon von einem „Social Network“ erwartet. Aber einen Zusammenhang haben die doch tatsächlich übersehen: „Die belgische Plattform Netlog […]“! Genau, Netlog kommt aus Belgien und aus Belgien kommen doch auch diese schwulen, stalinistischen Nazi-Schlümpfe! Und spätestens jetzt ist ja wohl klar, wer der Entwickler von Netlog ist: Der „Laptop-Schlump“!

Aber ganz kurz ernsthaft: Benutzt diesen „FriendFinder“ von Netlog nicht, lasst es bleiben. Es sei denn, Ihr wollt Eure Kontakte und Freunde wirklich ausgiebig und nachhaltig nerven…

Datenschutz ein Luxusproblem?

Eine berechtigte Frage: Warum scheint sich keiner für den Datenschutz zu interessieren, sobald es um Migranten und ALGII-Empfänger geht?

„Warum müssen Hartz-IV-Empfänger bestimmte Kontrollen über sich ergehen lassen?“, fragt Zurwaski. Und antwortet selbst: „Aus Angst vor Leistungsbetrug – ja sicher. Aber auch, weil die Härte, mit der Arbeitslose und die Sozialschwachen angefasst werden, inzwischen gesellschaftsfähig ist.“

Ist das wirklich schon so? Ist es für eine Mehrheit in diesem Land normal, dass auf Leistungen wie ALGII angewiesene Menschen nur ein  Recht auf „eingeschränkten Datenschutz“ haben?

Adresssammler, Newsletter und mp3.de

Okay liebe Leute von mp3.de, wenn Ihr unbedingt wollt, dann kündige ich eben das Newsletter-Abo bei Euch. Ihr hättet aber auch einfach mal ’nen Ton sagen können… Ich verstehe natürlich, dass Ihr mit Werbung Geld verdienen müsst und so, aber sollte man sich nicht hin und wieder überlegen, ob man nicht doch ein klein wenig zu weit geht? So ein kleines bisschen? Muss man wirklich aggressiv Werbung für Adressdatensammler machen? Klar, machen ja fast alle, aber trotzdem stört es mich.

Mail von mp3.de Weiterlesen

Datenzombies auf Wanderschaft

Der CCC hat da eine Idee: Mit einem Datenbrief sollen alle Bürger einmal pro Jahr von Unternehmen und Behörden informiert werden, welche Daten sie da jeweils von ihnen gespeichert haben. Klingt erst mal nach einer ganz guten Idee, wer weiss schließlich schon, wer welche Daten von einem gespeichert hat? Eben. pflaumensaft hat da ein paar mögliche Szenarien zusammen getragen, die so einen Datenbrief dann aber doch eher nicht so toll aussehen lassen.

Die Diskussion zum dem Beitrag ist teilweise tatsächlich konstruktiv, teilweise aber auch einfach nur dämlich. Klar, die Beispiele mögen konstruiert sein, um mögliche Schwachstellen aufzuzeigen – aber es geht ja eben darum, mögliche Schwachstellen zu finden, bevor aus der Idee ein Gesetz wird. Und mindestens zwei Argumente sollten mal genauer betrachtet werden: die falsche Zustellung und die zusätzliche Datensammlung, durch den Datenbrief.

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Pranger 2.0

Das mit dem Pranger 2.0 hatten wir doch schon mal… Aber hey, Datenschutz ist doch für Weicheier und Warmduscher.

(via princo)

Paranoia-Rätsel

Mal was zum Rätseln: Der paranoide Hacker. (via missi)

Links am 11. Januar 2010

Am 11. Januar 2010 bei delicious gespeicherte Links:

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