re:publica 15 und SaarCamp 15

re:publica 15 und SaarCamp 15

Notiz für das kommende Jahr: Direkt nach der re:publica ein BarCamp zu besuchen kann einen ganz schön schlauchen. Wirklich viel Schlaf gab es die letzte Woche nicht, aber es hat sich gelohnt. Und der Kontrast zwischen der inzwischen riesigen re:publica und dem kleinen, familiären SaarCamp war sehr interessant. Was die re:publica angeht, da bin ich noch am Sortieren, es waren durchaus ein paar interessante Sessions dabei, andere waren eher enttäuschend. Vielleicht hatte ich auch einfach falsch ausgewählt, denn viel zu oft waren für mich interessant klingende Session gleichzeitig. Das ist schade.

In Sachen Sessions war das SaarCamp entspannter: Es waren sehr unterschiedliche Themen, nicht so viele gleichzeitig und durch die kleinere Teilnehmerzahl ergaben sich auch interessantere Diskussionen. Eine Diskussion mit 20 Leuten in einem Raum funktioniert einfach besser als mit 200 Leuten.

Besonders spannend war die Freifunk-Session. Nicht, weil ich nicht wüsste was Freifunk ist (an sich war ich nur da, weil ich hoffte, dass die Freifunker ein paar der Freifunk-Router dabei hätten, die sie zum Selbstkostenpreis abgeben – hatten sie), sondern weil ein Teilnehmer aus Stuttgart von einem interessanten Projekt berichtete. Bei Stuttgart haben die Freifunker eine Flüchtlingsunterkunft mit Freifunk und damit Internet versorgt. Zwar hätte es dort Internet gegeben, aber die Betreiber wollten das den Flüchtlingen nicht zur Verfügung stellen, aus Angst vor der Störerhaftung. Muss man sich mal vorstellen: Da versuchen Firmen wie Facebook per Internet.org so ein bisschen Internet auch in den letzten und ärmsten Winkel der Welt zu bringen – aber Flüchtlinge im reichen Deutschland bekommen kein Internet, weil man Angst davor hat, sie könnten illegal einen Song laden.

Dabei ist das Internet oft der einzige Weg für die Menschen mit ihren Freunden und Familien in Kontakt zu bleiben. Ich warte hier noch auf mehr Informationen, wie das dort gemacht wurde, außerdem scheint das auch in anderen Ecken Deutschlands schon passiert zu sein, da lässt sich sicher einiges an Erfahrung und Wissen zusammen tragen und weiter verbreiten. So etwas hilft ja allen Beteiligten: Den Flüchtlingen, aber auch den Freifunkern.

Mehr Infos zum Freifunk im Saarland gibt es unter saar.freifunk.net, auch eine Übersicht der aktiven Knoten im Saarland gibt es – die im Laufe des Tages um mindestens einen weiteren wachsen wird.

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2 Antworten zu “re:publica 15 und SaarCamp 15”

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