NPD: Wie immer erbärmlich

NPD: Wie immer erbärmlich

Na weil es gerade so „schön“ ist… Jeder dürfte schon mal das Standardargument vom rechten Rand gehört haben: „Milliarden für die Flüchtlinge, aber für unsere armen doitschen Obdachlosen ist kein Geld da“. Natürlich ist das kein Argument, sondern gewaltiger Bullshit mit dem vom rechten Rand aus versucht wird Bedürfte gegen andere Bedürfte auszuspielen. Und ich will mich jetzt auch nicht lange mit der Frage aufhalten, ob unser Staat etwas, genug oder zu wenig für Obdachlose tut. Auch wer ich nicht die Frage behandeln, ob man in Deutschland wirklich auf der Straße leben muss oder ob es nicht doch auch anders geht. Nein, wir werfen nur mal einen Blick darauf, was passiert, wenn die NPD mal etwas für die Obdachlosen tut oder zu tun vorgibt. 

Die Saarbrücker NPD-Größe Jacky S. dürfte spätestens seit der „Peniskuchen-Affäre“ eine gewisse bundesweite Bekanntheit erlangt haben. Diese Jacky S. hat nun also wohl zu Spenden für den Kältebus Saarbrücken – Hilfe für obdachlose Menschen im Winter e.V. aufgerufen. Sachspenden, um genau zu sein Kleiderspenden. Und anscheinend hat sie das mit ihren üblichen rechten Parolen getan, so dass der Verein schon im Vorfeld ankündigte, diese Spende nicht haben zu wollen. Im übrigen gäbe es gar keinen Bedarf an Kleiderspenden, die Lager wären gut gefüllt. Nun gelangte die Spende trotzdem zu dem Verein, der alles andere als glücklich darüber ist. Eben nicht nur, weil die Spendenaufrufe scheinbar von entsprechender Hetze gegen Flüchtlinge begleitet war, sondern auch, weil die abgelieferten Kleidungsstücke bzw. deren Zustand deutlich zeigte, wie wichtig Jacky S. und ihren Kameraden die Hilfe für bedürfte Menschen ist… Hier mal der Text, den der Verein zu dem Thema bei Facebook gepostet hat:

Wir haben gestern eine Sachspende erhalten, die wir aus verschiedenen Gründen lieber nicht erhalten hätten, und im Vorfeld ausdrücklich abgelehnt haben.

Es handelt sich dabei um das Ergebnis einer Sammelaktion, bei der die bekannte Saarbrücker NPD-Größe Jacky S. die Hilfe für Obdachlose zu Hassparolen gegen Asylbewerber missbrauchte. Aufgrund dieses Aufrufes haben wir die Spende ausdrücklich abgelehnt, die Gründe hierfür haben wir anderweitig bereits mehrfach dargelegt.

Ob der junge Mann, der die Aktion ursprünglich nach der Radioreportage des SR vom Kältebus initiiert hat, hier eventuell seinerseits Opfer übler Machenschaften wurde und hinters Licht geführt wurde wissen wir nicht, aufgrund der Gesamtumstände ändert das aber nichts an unserer ablehnenden Haltung.

Fakt ist, obwohl wir Frau S. eindeutig mitgeteilt haben, dass wir ihre Spende ablehnen war es der Frau nicht möglich, anderweitig Bedürftige zu finden. Das zeigt deutlich, wie sehr ihr das Thema Bedürftigkeit tatsächlich nicht am Herzen liegt.

Der Zustand der Kleidungsstücke –z.T. in miserablem Zustand, verdreckt und ungewaschen- sowie die Tatsache, dass der Kältebus seit mehreren Wochen deutlich kommuniziert dass das Kleiderlager gut gefüllt ist und keine weiteren Spenden mehr benötigt werden – zeigt eindeutig, welche Aufmerksamkeit und welche Bedeutung Frau S. und ihre Gesinnungsgenossen Obdachlosen tatsächlich zukommen lassen. Sie sind ihnen schlichtweg egal, wenn nicht sogar Verachtung dazu kommt.

Wir, der Kältebus Saarbrücken – Hilfe für obdachlose Menschen im Winter e.V., distanzieren uns nach wie vor vehement von jedem Versuch, die Hilfe für Obdachlose zur Hetze gegen Flüchtlinge und Zuwanderer zu missbrauchen. Wir stehen für Menschlichkeit und Unterstützung für alle Bedürftigen, unabhängig von ihrer Herkunft. Für die realitätsferne rechte Propagandalüge, wonach Asylbewerber mit staatlicher Unterstützung im Luxus leben, während Obdachlose ausschließlich arme Deutsche ohne jede Unterstützung seien, haben wir nur Verachtung übrig.

Trotzdem können und wollen wir auch zukünftig unsere Spender keiner Gesinnungsprüfung unterziehen. Das wäre eine Zumutung für die überwältigende Zahl der aufrechten und guten Menschen, die uns unterstützen. Sollte das dazu führen, dass uns Spenden aus Kampagnen, die wir ablehnen, untergeschoben werden, dann müssen wir das hinnehmen. 100%-ig können wir die dreckige Wäsche nur bei den Kleiderspenden identifizieren.

Dreckige, ungewaschene Wäsche in miserablem, das ist also das, was die Kameraden der NPD für die „armen doitschen Obdachlosen“ übrig haben? Es wundert mich ja nicht, immerhin erinnert sich dieses rechte Pack immer nur dann an die Obdachlosen, an die Arbeitslosen, an Rentner, Kinder und Frauen, wenn man diese gerade für die fremdenfeindliche Hetze missbrauchen kann. Erbärmlich und widerlich…

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