Gott spielen und andere Unannehmlichkeiten

Ein beschissenes Gefühl seit gestern – wir müssen entscheiden, wann Krümel eingeschläfert werden soll. Wann sie anfängt unter dem Tumor zu leiden, wann der Zeitpunkt ist, an dem es besser ist, es ist zu beenden. Ein verdammt beschissenes Gefühl – vor allem weil sie bisher ja noch keine Symptome zeigt. Schwer vorstellbar, dass es so schnell gehen soll.
Auch nicht angenehm sind meine Kopfschmerzen – länger als 5 bis 10 Minuten halte ich es nicht vor dem Rechner aus, dann habe ich das Gefühl, als würde mein Schädel jeden Moment platzen. Selbst lesen und Fernsehen ist zu anstrengend über längere Zeit – und das bei einem Fernsehprogramm, das mit “anspruchslos” eher schmeichelhaft beschrieben ist.
Kommt echt mal wieder alles zusammen…

6 Antworten zu “Gott spielen und andere Unannehmlichkeiten”

  1. Es gibt Situationen, da fehlen selbst mir die richtigen Worte. Ich habe selbst vor wenigen Jahren ähnliches mitgemacht. Eine meiner Katzen wurde vergiftet, die zweite ging binnen zwei Wochen vor Gram ein. Ist einfach scheiße…

  2. Hallo Dobschat.
    Schon seit einiger Zeit lese ich deine Beiträge und nun ist es Zeit, sich zu Wort zu melden. Wie ich an dein Blog gekommen bin, weiß ich nicht mehr. Irgendein Link. Aber die Texte hier ließen mich wiederkommen. Auch und vor allem wegen der Katzen. Weil ich nämlich auch zwei füttere. Weil sie wie deine glegentlich nerven, des öfteren Unfug treiben, sie die Wohnung einsauen, sie mit den Pfoten auf den Fliesen stehen und trotzdem immer auf den Teppich kotzen. Vor allem aber, weil ich sie, so wie du Sissi und Krümel, über alles liebe. Das, was deine Katzen mitgemacht haben und mitmachen, das, was du gerade erleidest, habe ich noch nicht erlebt. Noch nicht – meine sind beide 11 Jahre alt. Der Gedanke an das Einschläfern raubt mir aber jetzt schon gelegentlich den Schlaf. Ob ich das machen könnte, frage ich mich dann. Werde ich es tun? Gott spielen? Das Leben eines Tieres beenden, das mich bisher ein drittel meines Lebens begleitet hat?
    Du musst nun nicht über das Ob, sondern über das Wann entscheiden. Grauenhaft. Ich wünschte, ich könnte einige tröstende Worte finden. Die habe ich nicht – ich kann nur mit dir mitfühlen. Weder kenne ich dich noch deine Katzen – aber wenn ich deine Texte, wie eben diesen hier, lese, wird mir ganz anders. Ich wünsche Krümel eine möglichst lange beschwerdefreie Zeit. Und dir und euch, dass ihr sie gut übersteht.

  3. Ich durfte damals auch unseren Hund einschläfern lassen. War nicht schön, aber es ging nicht anders.

    Und ehrlich gesagt, sollte man so ein Tier nicht als Ersatz für ein Kind heranziehen. So ist es leider ja immer öfter in diesem Land.

    Schon mal über ein echtes Kind nachgedacht? Macht auch Freude und Arbeit. grin

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