Okay, ich habe ein Stück Übergewicht, aber so viel nun auch nicht. Und ich habe auf dem Stuhl weder getanzt, gehüpft noch sonst was, ich sass einfach nur drauf, habe mich etwas zurück gelehnt und im nächsten Moment lag ich auf dem Boden. Ein Arm des Drehkreuzes – und zwar genau der, der in dem Moment nach hinten stand – ist einfach durchgebrochen. Zack, einfach so. Der Stuhl war nun weder besonders alt (knapp 5 Monate), besonders billig noch außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt (die paar Kilo zählen nun echt nicht). Glücklicherweise bin ich mit dem Kopf nur auf dem Boden aufgeschlagen und nicht auf der Kante von Andreas Schreibtisch, der direkt hinter mir stand. So bin ich mit einem schweren Schleudertrauma, einigen Prellungen und einer leichten Gehirnerschütterung davon gekommen. Glaubt einem kein Mensch – weder, dass so ein Stuhl einfach so unter einem weg bricht, noch dass man sich bei so einem Sturz gleich den Schädel so heftig anschlagen kann. Würde ich wohl auch nicht glauben. Aber dafür kenne ich nun die Notaufnahme des Klinikum Saarbrücken und deren Röntgenabteilung. Eines der Zimmer hätte ich auch noch intensiver kennen lernen können (von wegen Beobachtung), das wäre mir dann aber doch zu viel Besichtigung für eine Nacht gewesen…
Jetzt bin ich mal froh, dass ich meinen alten, lauten Schreibtischstuhl noch habe, der inzwischen zwar einige Jahre auf dem Buckel hat und elendig quietscht und ein billiges Angebot aus einem Supermarkt war – aber dafür hält er wenigstens.
Den Simpsons-Film werde ich mir dieses Wochenende also nicht anschauen und ich hätte Andrea nicht auslachen dürfen, als sie ihre Halskrause hatte, bei mir sieht so ein Ding noch viel lächerlicher aus…