Die eigene Cloud – Teil 2: ownCloud

Die eigene Cloud - Teil 2: ownCloud

Das Projekt „Die eigene Cloud“ macht Fortschritte, leider funktioniert nicht immer alles so rund, wie es sollte, aber wenn es einfach wäre, dann wäre es ja auch leicht.

ownCloud funktioniert soweit, die Installation ist überhaupt kein Problem. Ich musste aber feststellen, dass die Anmeldung per IMAP einen ganz gewaltigen Nachteil hat: ownCloud „kennt“ solche User nicht, d.h. externe Nutzer, die per IMAP angemeldet sind können zwar für sich alles nutzen, aber zum Beispiel keine Adressbücher mit anderen Nutzern teilen. Das ist doof. Für jemanden, der das alleine nutzen will kein Problem, wenn es aber die Familien-Cloud werden soll ein klares KO. In dem Fall muss man also die entsprechenden User in ownCloud anlegen. Wer IMAP nutzen will und sich wundert, warum die IMAP-Authentifizierung nicht so klappt wie in der ownCloud-Doku versprochen, der findet übrigens hier die Lösung für das Problem.

Die Verbindung mit Clients klappt fast problemlos, wobei ich ausführlicher bis jetzt nur Mac OS X getestet habe:

  • Kalender klappen ohne Probleme, aber leider verwendet ownCloud für Aufgaben eine eigene Datenbank und nicht die Kalender, d.h man kann zwar die Erinnerungen von Mac OS X mit einem Kalender auf ownCloud synchronisieren, aber dort nicht im entsprechenden Bereich von ownCloud nutzen. Würde ich aber erst mal unter „Schönheitsfehler“ ablegen.
  • Adressbücher sind so ein Ding: Auf dem Mac angelegte Gruppen werden im ownCloud-Webinterface als Kontakte angezeigt und können nicht als Gruppen genutzt werden. Auch hat Mac OS X offenbar Probleme mehrere Adressbücher auf einem Server zu nutzen. Normalerweise reicht eines pro Server auch, wenn man aber ein gemeinsames Adressbuch neben jeweils einem persönlichen nutzen will wird es bäh.
  • Der File-Sync funktioniert mit dem ownCloud-Client wunderbar – mit OmniPresence leider nicht. Das Sync-Tool der OmniGroup ist der Meinung, dass ownCloud die eigenen WebDAV-Tests nicht meistern würde. Schade, aber vielleicht klappt’s ja bei zukünftigen Versionen, denn der ownCloud-Client ist leider auch der Meinung (wie z.B. Dropbox), dass ein User nur einen Cloud-Speicher bräuchte…

Stand bis jetzt: File-Sync läuft, Kalender, Adressbuch, Mail, Web und Jabber. Soweit ist alles okay, im Web ist natürlich nicht alles so hübsch bunt und einfach wie bei Google oder Apple, aber es funktioniert. Kleinere Einschränkungen gibt es noch, die stehen aber eine Nutzung nicht grundsätzlich im Weg und es wäre doch schade, wenn es keine Verbesserungspotential mehr gäbe, oder?

Ach so, wer noch ein Argument für Mails auf dem eigenen Server statt bei Google gebraucht hat, dem liefert es Google doch direkt: Gmail users ‘have no legitimate expectation of privacy’.

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1 Antwort zu “Die eigene Cloud – Teil 2: ownCloud”

  1. Also bei mir werden Tasks die ich per Thunderbird anlege (im Benutzerhauptkalender) in den Tasks von Owncloud Angezeigt und umgekehrt, kann dein Problem hier nicht nachvollziehen.

    Interessanter Artikel auf jeden Fall, ich wusste zum Beispiel nicht, dass man die Benutzer abgleichen kann und ich führe daher die Benutzer für IMAP, Owncloud und Jabber getrennt. Aber aktuell werde ich nichts daran drehen, gegen Ende des Jahres werden die Dienste vermutlich neu angelegt werden, dann werde ich mir das mal genauer ansehen.

    Gruß
    UCas

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