Kategorieurheberrecht

Mit Erpressung überzeugt man keinen

eBook

Eine selten dämliche Idee des Betreibers von TorBoox: Der Versuch Verleger zu erpressen, damit diese die Strafanzeigen gegen das Portal zurückziehen und ein Flatrate-Modell ermöglichen. Zwar bin ich auch der Meinung, dass eBooks gerne günstiger sein dürften und bei einer Art Spotify für eBooks wäre ich sofort Kunde – aber Erpressung? Natürlich müssen sich die Verlage etwas einfallen lassen und abwarten bis Amazon den Markt mit einem eigenen Flatrate-Modell aufrollt ist sicher nicht sonderlich zukunftsweisend. Und ewig wird das kleine Biotop namens Buchpreisbindung wohl auch nicht zu halten sein. Da ist sicher einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten.

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GEMA verwirrt

Heute scheint ein wenig Verwirrung bei der GEMA zu herrschen, zumindest bei den Praktikanten(?), die den Twitter-Account betreuen:

GEMA verwirrt

 

Überhaupt scheint man bei der GEMA nicht so recht zu wissen, wovon man spricht. Sven hat heute in einem Beitrag für venue music schon mal die Argumentation des GEMA-Justizars Tobias Holzmüller zerpflückt – was die GEMA mit dem Vorwurf der Stimmungsmache, aber ohne Argumente kommentierte. Wer braucht auch Argumente, wenn man sich seine eigene Welt zurecht biegt, wie man gerade möchte – Realität ist doch auch langweilig.

Eine nette Zusammenfassung des Realitätsverlusts der GEMA ist auf deren Seite selbst zu finden: Da wird einfach mal so getan, als wäre die C3S eine reine Creative Commons Angelegenheit, wer Werke unter CC veröffentlicht verzichtet sein Leben lang auf Vergütungen und natürlich ist die CC schuld daran, dass die GEMA nicht bereit ist, diese Lizenz für die eigenen Mitglieder zu ermöglichen. Die CC sind unflexibel, nicht die GEMA, klar. Liebe GEMA: Drei Grundannahmen, alle drei falsch, aber was braucht das Euch interessieren, was?

Update: Geht doch :) – Giga, die Trossel, Creative Commons und schlechte Retusche

Update: Na geht doch, so sieht das doch schon viel besser aus. Entschuldigung akzeptiert und nächstes Mal klappt das dann sicher auch ohne Gartenzaun 😉 Weiterlesen

Die GEMA: So effektiv ist kein anderer!

Habe noch mal das Interview mit der GEMA Sprecherin Gaby Schilcher in der Frankfurter Rundschau gelesen und jetzt erst wurde mir klar, wie effektiv die GEMA eigentlich arbeitet. Sie sagte da:

Youtube hat 20 oder 30 PR-Mitarbeiter eingestellt, um für ein schlechtes Gema-Image zu sorgen. Wir sind hier nur eine Handvoll.

Das muss man sich mal vorstellen: Mit nur einigen wenigen Mitarbeitern ruiniert die GEMA ihr Image deutlich effektiver, als es 20-30 PR-Mitarbeiter bei YouTube je könnten! Selbst Frau Schilcher alleine steckt in dieser Disziplin die ganze PR-Abteilung von Google locker in die Tasche…

Und Argumente hat die Frau: Es sei ja logisch, dass sich bislang noch kein Veranstalter gemeldet habe, der mit den neuen Tarifen weniger zahlt – schließlich sei das ja eine gute Nachricht. Äh ja? Jetzt mal ehrlich liebe Frau Schilcher: Sie behaupten, dass 60% der Veranstalter im Zuge der Tarifreform weniger zahlen würde als vorher. 60% und kein einziger von denen will das bestätigen, weil es eine gute Nachricht wäre? Kein einziger? 60 von 100 Veranstaltern müssten sich freuen, weil sie ab kommendem Jahr – das behaupten Sie zumindest – weniger an Ihren Verein zahlen müssen und 0 von 100 Veranstaltern wollen das bestätigen? So ein paar Veranstalter kenne ich ja auch und nicht ein einziger von denen rechnet damit auch nur einen Euro weniger zahlen zu müssen nächstes Jahr. Einer von denen hat noch die leise Hoffnung, dass es vielleicht nicht wesentlich teurer würde.

Großartig auch die Antwort von Frau Schilcher nach einer Musikkneipe, die nach der Reform 40.000 statt 2.000 Euro zahlen solle:

Wieso glauben Sie die Zahlen?

Nun, wenn die Beispielrechnungen der Dehoga alle so falsch sind, warum erklärt die gute Frau dann nicht, warum die so falsch sind und was die Dehoga da so komplett falsch verstanden hat bei den neuen Tarifen? Irgendwo muss es da doch ein Kommunikationsproblem geben – 60% aller Veranstalter würden angeblich entlastet, aber 100% aller Veranstalter, die sich öffentlich äußern erwarten anhand der bekannten Infos zu den neuen Tarifen für sich teils exorbitant höhere Zahlungen an die GEMA.

Also entweder lügt die GEMA oder aber der Verein ist nicht in der Lage, die neuen Tarife so zu kommunizieren, dass sie von den Betroffenen auch verstanden werden – und das bei einer Vereinfachung?

Podiumsdiskussion zum Urheberrecht

Wirklich gut besucht war die Podiumsdiskussion zum Urheberrecht gestern leider nicht. Man sollte meinen, es gäbe mehr Urheber, die den bösen Piraten mal kräftig die Meinung sagen wollen. Scheinbar nicht. Oder diese Urheber fürchten sich vor der ver.di, man weiss es nicht 😉 Oder doch Angst vor den bösen Piraten, immerhin wurden wir ja von einer Besucherin gebeten, doch bitte ihren Hund nicht zu beissen… ähm ja.

Etwas unglücklich fand ich den Einstieg von Thomas Brück, dem stellvertretenden Landesvorsitzenden der Piraten im Saarland, der für meinen Geschmack zu defensiv war. Das änderte sich während der Diskussion leider auch nicht. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass das Programm der Piraten zum Urheberrecht die Urheber überhaupt nicht berücksichtigen würde – was meiner Meinung nach nicht der Fall ist, im Gegenteil finden sich da viele Punkte, die die Rechte der Urheber gegenüber Verwertern (nicht wertend gemeint) deutlich stärken sollen (und würden). Das Programm ist mit Sicherheit nicht der Stein der Weisen in der Frage, da gibt es noch viele Ecken an denen man verbessern und ändern kann und sollte (ich persönlich denke da an ein paar Schutzfristen), aber der Dialog mit Urhebern läuft doch auch schon. Kurz: Der Programmteil zum Urheberrecht ist jetzt schon gut (zumindest für Urheber und Konsumenten, die Verwerter kommen da – aus ihrer Sicht leider – nicht so gut weg) und wird mit Sicherheit immer besser werden. Kein Grund also immer wieder zu betonen, dass ja noch daran gearbeitet würde und sicher auch noch vieles geändert würde. Besser wäre es – denke zumindest ich – gewesen, das etwas offensiver anzugehen: „Wir wollen das Urheberrecht reformieren und verändern, wir haben dazu einen umfangreichen Vorschlag vorgelegt und wir halten den für gut, sonst hätten wir ihn nicht beschlossen. Wir hören gerne zu, wenn jemand Ideen hat, wie er noch besser werden kann, aber wir müssen uns nicht nachsagen lassen, wir würden die Urheber enteignen und vierteilen wollen.“ Oder so ähnlich…

Zwei Aussagen von Urheberseite – ein Zwischenruf aus dem Publikum, eine Aussage von Wolfgang Schimmel (auf dem Podium) – hatten es mir gestern aber besonders angetan.

Der Urheber muss von seinen Werken leben können!

Ähm, kurz: Nein! Ich frage mich tatsächlich woher dieser unsinnige Anspruch kommt, man müsse von seinen Werken leben können, nur weil man sie schafft. Die einzigen Urheber, für die das gilt sind abhängig Beschäftigte. Die müssen dann aber auch nicht direkt von ihren geschaffenen Werken leben können, sondern von dem Geld, dass ihnen ihr Arbeitgeber für ihre Lebenszeit zahlt, die sie ihrem Chef „verkaufen“. Übrigens gilt das meiner Meinung nach für alle Beschäftigten, es kann doch nicht sein, dass jemand Vollzeit arbeitet und zusätzlich noch Sozialleistungen beziehen muss, um überhaupt leben zu können (anderes Thema: Mindestlohn).

Aber freiberufliche Urheber, Künstler und Autoren haben nun mal keinerlei Anspruch darauf, von ihren Werken leben zu können. Wie kommt man auf so eine Idee? Erstmal sind sie doch auch Freiberufler, Selbständige wie andere auch, die eine Dienstleistung oder ein Produkt anbieten und dafür Kunden finden müssen. Und für alle Selbstständigen gilt: Sie müssen die Chance haben, von ihrer Arbeit leben zu können. Sie müssen die Möglichkeit haben Kunden zu finden und für ihre Werke und Dienstleistungen Geld zu erhalten. Nicht mehr und nicht weniger. Übrigens ein Punkt, in dem ich mir mit Wolfgang Schimmel einig war, hätte das auch gerne noch mit der zwischenrufenden Urheberin diskutiert, aber man kann ja nicht alles haben.

Es wäre ja auch zu schön, wenn es diesen Anspruch gäbe. Hey, wir haben ein Buch geschrieben, wir müssen jetzt davon leben können! Ist doch idiotisch. Schon bevor wir angefangen hatten mit dem Buch war uns klar, dass wir glücklich sein dürfen, wenn am Ende genug Geld rein kommt, um unsere Unkosten zu decken (quer durch das Land zu fahren, Hotels usw. – hat alles eine ganze Menge Geld gekostet). Wenn es uns ums Geld gegangen wäre, dann hätten wir das mit dem Buch dankend abgelehnt.

Wir müssen die analoge Welt in der digitalen abbilden!

Ebenfalls kurz: Nein! Warum denn auch? Die digitale Welt bietet so viele Möglichkeiten, warum sollten wir sie künstlich beschränken? Nur weil in der analogen Welt manche Sachen nicht möglich sind, die in der digitalen möglich sind? Wir wären doch reichlich bescheuert, wenn wir das machen würden! Natürlich gibt es immer Menschen, die Angst vor dem Fortschritt haben, aber ganz ehrlich: Wir sind doch alle froh, dass sich die Forderung nicht durchgesetzt hatte, dass Autos und Züge nicht schneller sein dürften als Pferdekutschen. Oder Flugzeuge verboten wären, weil der Mensch ja schließlich Flügel hätte, wenn er fliegen sollte. Und ja, man kann ein gedrucktes Buch nicht mehr selbst lesen, wenn man es verleiht – aber mit einem eBook ist das (wenn es nicht mit DRM entwertet wurde) eben möglich. Ist das wirklich eine Katastrophe? Meiner Meinung nach nicht, aber mich fragt ja auch keiner 😉

Sorry, wenn „es ist ja in der analogen Welt auch so“ der einzige Grund für eine künstliche Einschränkung der Möglichkeiten der Digitalisierung sein soll, dann ist das doch nicht besser als einen Gesetz mit „wir haben im Koalitionsvertrag beschlossen ein solches Gesetz zu machen“ zu begründen. Natürlich kann ich verstehen, dass diese ganzen Möglichkeiten Daten beliebig zu kopieren und zu verteilen vielen Urhebern Angst macht, aber es muss doch intelligentere Wege geben damit umzugehen, als zu versuchen diese Möglichkeiten technisch und rechtlich einzuschränken oder gleich unmöglich zu machen.

 

Übrigens schreibe ich absichtlich „die Piraten“ und nicht „wir“, weil ich zwar (wieder) Pirat bin, mir aber nicht anmaße für die Partei oder auch nur mehr Piraten als einen einzigen (nämlich meine Wenigkeit) zu sprechen. Ich habe auch kein Amt oder Mandat in oder für die Partei, wenn also jemand der Überzeugung ist, dass ich da oben himmelschreienden Quatsch geschrieben hätte, dann bitte auch sagen: „Der Dobschat schreibt himmelschreienden Quatsch“ und nicht „Die Piraten schreiben himmelschreienden Quatsch“. Danke. Und bevor da jemand eine Verschwörungstheorie draus strickt (es gibt ja Menschen mit sehr viel Phantasie): Ja, meine Frau Andrea arbeitet seit einigen Tagen als wissenschaftliche Referentin für die Fraktion der Piraten im saarländischen Landtag. 

Die wahren Schnorrer im Netz

Schlappe für Youtube und alle Internetschnorrer

Diese Schlagzeile bei Welt Online brachte Farlion dazu, mal darüber nachzudenken, wer denn die wahren Schnorrer im Netz sind. Kleiner Tipp: Es sind zum Beispiel nicht Blogger, die Quellen korrekt nennen und/oder verlinken. Aber als großer Verlag oder TV Sender ist ein „Quelle: Internet“ wahrscheinlich komplett ausreichend, das haben wir Schnorrer nur übersehen…

Sven Regener

Jaja, den Ausbruch von Sven Regener kennt inzwischen jeder. Ich kann seine Frust prima nachvollziehen, ein konstruktiver Beitrag sieht aber anders aus. Aber paar der meiner Meinung nach wirklich guten Erwiderungen habe ich hier mal gesammelt – geht schneller, als selbst was tippen (und ich habe in den letzten Tagen schon viel zu viel zu dem Thema getippt und dabei festgestellt, dass es auf beiden Seiten viel zu viele Sturköpfe gibt, die nicht willens oder in der Lage sind, mal ein kleines bisschen über ihren Tellerrand zu schauen)…

War wohl eine gute Idee

Wenn Nachahmung die höchste Form der Verehrung ist, dann werden wir wohl von diesem Sido verehrt. Oder von den Leuten, die seinen Film gemacht haben. Oder allen zusammen. Zumindest haben die für den Film „Blutzbrüdaz“ einen Idee aufgegriffen, die wir für das Killeralbum von J.B.O. letztes Jahr umgesetzt haben: Gefakte Download-Archive mit persönlicher Botschaft an die Raubmordkopierer…

Unsere Vorlage:

Die „Blutzbrüdaz“-Nachahmung:

Halten wir fest: Unsere Idee war offensichtlich gar nicht mal so doof 🙂

Zitat des Tages zu „Kauderstrike“/„Kaudergate“

Endlich ist klar, warum der Siegfried Kauder natürlich keine Urheberrechtsverletzung begangen hat, als er Fotos ohne Genehmigung für seine Homepage verwendet hat bzw. verwenden liess. Der „Landpirat“ macht in den Kommentaren bei piratig.de auf den bislang in der Diskussion überhaupt nicht berücksichtigten Zusammenhang aufmerksam:

Hinter den unrechtmäßig verwendeten Bildern stehen doch nur einzelne Fotografen, keine Medienkonzerne, also ist es auch keine echte Urheberrechtsverletzung. Das hättet Ihr doch wissen müssen.

Wenn es nicht so traurig wäre, dann könnte man echt drüber lachen… Übrigens möchte ich daran erinnern, dass die Idee eines entsprechenden „3-Strikes-Modells“ für Bundestagsabgeordnete nicht neu ist und meiner Meinung nach immer dringender einer Umsetzung bedarf: Ein Abgeordneter fliegt raus, der im Bundestag für drei später vom Bundesverfassungsgericht einkassierte Gesetze gestimmt hat. Wäre diese Regelung nur schon lange genug in Kraft, dann müssten wir uns wahrscheinlich gar nicht mehr über die Kauder-Brüder ärgern. Die Welt wäre sicher ein besserer Ort, wenn sich die Abgeordneten VOR der Abstimmung über ein Gesetz mal ernsthaft Gedanken darüber machen würden…

Mal wieder was zum Thema Musik(industrie)

Es ist wirklich spannend, wie viele Bemusterungen inzwischen bei uns aufschlagen. Ganz ungefragt. Und immer öfter auch nicht mal angekündigt. Wenn ich mir so anschaue, wie viele CDs wir bekommen und mir dann überlege, dass das nur ein Bruchteil der Veröffentlichungen ist, die insgesamt erscheint, dann überlege ich mir schon, wer denn die ganzen Veröffentlichungen jede Woche kauft bzw. kaufen soll. Es gibt wirklich mehr als genug gute Musik da draussen…
Das könnte jetzt ein richtig langer Beitrag werden, aber da verweise ich lieber mal auf diesen Artikel und die Diskussion dazu (via Falk). Wirklich lesenswert und gerade auch die Diskussion. BTW, weil es in der Diskussion auch angesprochen wird: liebe Labels und Promoter, es wäre wirklich prima, wenn Ihr die Titelinfos der CDs zum Beispiel bei der CDDB eintragt bevor Ihr die CDs raus schickt. Das ist leider immer noch die Ausnahme und kostet wirklich Zeit, die doch besser für das Hören der Songs verwendet werden sollte, oder nicht?
Aber zurück zu meinem ersten Gedanken: diese Menge an Veröffentlichungen jede Woche und die Frage, wer das alles kaufen soll. Es wird wahrscheinlich wirklich Zeit, sich hier etwas anderes zu überlegen. Wie Falk mit seinem Label an die Sache ran geht finde ich sehr interessant. Ist sicher keine Universallösung für alles und jeden, aber es ist ein Versuch…
Und jetzt höre ich hier auf, nutzt die Zeit da drüben zu lesen, lohnt sich wirklich.

Was die Musikindustrie von ihren Kunden hält…

Vermutet habe ich es ja schon länger, dass die Musikindustrie von ihren (potentiellen) Kunden nicht wirklich viel hält, aber es so deutlich zu zeigen…

image

Aber man kann ja entsprechend antworten.

(via Nerdcore)

Manchmal frage ich mich doch…

Nein, ich habe nicht abgemahnt, aber vielleicht hätte ich es sollen. Da war ein Veranstalter, der entgegen der Lizenz eines meiner Bilder für eine Konzertankündigung verwendet hat. Lustig war auch noch, dass auf dem Bild gar nicht die angekündigte Band zu sehen war, sondern eine andere Band. Also habe ich dem eine Mail geschrieben, ihn auf den Irrtum und auf die geltende Lizenz für mein Foto hingewiesen und der hat das Bild darauf hin ausgetauscht. Soweit so prima. Das ist jetzt so 9 Wochen her, das Konzert ist rum und eine Antwort auf meine Mail habe ich bis heute nicht bekommen. Kein “Sorry, da haben wir nicht darauf geachtet” und auch kein “Danke, andere hätten da gleich abgemahnt”. Nichts, nada, nicht mal eine unverschämte Antwort in der Art, dass ich doch mit so was rechnen müsse, wenn ich Bilder ins Netz stelle. Einfach nichts. Hätte ich einfach abmahnen lassen, dann wäre wahrscheinlich ziemlich schnell eine Reaktion gekommen…
Wenn das jetzt ein Einzelfall wäre, dann würde ich ja nix sagen, aber es kommt immer wieder vor – meist sind es private Seiten und ich schreibe immer wieder einfach nur eine kurze Mail. Aber wenn ich mir so die “Erfolgsquote” anschaue, dann lohnt sich das nicht: 50% antworten gar nicht, einige ändern das mit den Fotos dann trotzdem, andere nicht. 25% schicken mir Texte in der Art “was soll das, Du hast das Bild doch online gestellt, also darf ich es verwenden wie ich will” und die restlichen 25% antworten einfach nur kurz, dass sie es entsprechend geändert haben, einige mit Dank für den Hinweis. Über die Hälfte lassen aber alles so wie es ist und interessieren sich nicht für das, was ich ihnen schreibe oder antworten mit blöden Sprüchen. Irgendwie traurig.
Jetzt weiss ich nicht, ob die Betreiber irgendwelcher Kochbuchseiten und andere, die durch Abmahnungen wegen solcher Bagatellen auf sich aufmerksam gemacht haben früher mal zuerst den Weg über eine freundliche Mail versucht haben. Wenn sie es getan hätten und diese Erfahrungen gemacht hätten, dann könnte ich durchaus nachvollziehen, warum sie irgendwann dazu übergegangen wären Abmahnungen statt netter eMails zu schreiben. Wie gesagt: wenn…
Aber ich werde deswegen trotzdem nicht selber anfangen so was abzumahnen, aber es wäre durchaus schön, wenn eine nette Mail in so einem Fall nicht so oft ignoriert würde.

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